Ich wurde 1967 in Belgien geboren, als Sohn einer deutschen Mutter und eines luxemburgischen Vaters, als jüngstes von drei Kindern. Ich bin in einem internationalen, multikulturellen Umfeld aufgewachsen und lebe seit 2003 in Québec, ohne je die Freude an anderen Kulturen und am Reisen verloren zu haben.
Mit 17 Jahren legte ich das Europäische Abitur ab, begann ein Chemiestudium und erwarb anschließend einen Master in Philosophie, Literatur und Kommunikation an der Université libre de Bruxelles. Ich wurde an der ENAC (École nationale de l'aviation civile, der französischen Hochschule für Zivilluftfahrt) aufgenommen und wollte Linienpilot werden. Die Koffer für Toulouse waren gepackt; ich bin am Boden geblieben. Die Luftfahrt ist bis heute eine meiner Leidenschaften.
Seitdem habe ich nie aufgehört, Gebiete zu erkunden, die nichts miteinander zu tun haben: die Philosophie des Zen-Buddhismus, Genealogie, Philatelie, Programmierung, Neurofeedback, das Metaversum.
Vom Journalismus zum Unternehmertum
Mein Berufsweg hat mich um die Welt geführt. In Japan arbeitete ich für die RTBF (den belgischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk). In dieses Land sollte ich mit fünfzig zurückkehren, zu Fuß. Dann Brüssel: Korrespondent einer luxemburgischen Tageszeitung, Hochschulassistent für Hörfunkjournalismus, das belgische öffentlich-rechtliche Fernsehen, die Agence France-Presse (AFP), verschiedene öffentliche und private Radiosender. Schließlich die Europäische Kommission, wo ich über fünf Jahre lang spannende Verlagsprojekte zwischen London, Oxford, Luxemburg und Brüssel leiten durfte und durch ganz Europa reiste, von Dänemark bis Griechenland.
Danach war ich ein Jahr lang als Berater für Lovell Johns in Oxford tätig, eines der weltweit führenden Unternehmen für digitale Kartografie. 1995 beschloss ich dann, auf eigenen Füßen zu stehen, und gründete ein Web-Unternehmen. Damals brauchte man dafür eine ordentliche Portion Unbekümmertheit und Leidenschaft …
Privat waren die 1990er-Jahre auch die Zeit meiner Heirat und der Geburt meiner vier Kinder, Virginie, Sébastien, Camille und Romain, allesamt begeisterte Reisende, auf die ich überaus stolz bin.
Québec und Coaching Québec
2003 dann eine neue Herausforderung: Wir verkauften alles und zogen nach Québec! Seit 23 Jahren leben wir nun hier, und das Abenteuer geht weiter. In dieser Zeit entstand das Schulnetzwerk Coaching Québec, das ich 2010 gegründet habe. Heute ist es über eine Unternehmensgruppe in Québec, Marokko, Europa, Japan und online tätig, mit einer eigens entwickelten Lernplattform, über die wir Ausbildungen in der gesamten französischsprachigen Welt anbieten. Coaching Québec hat bereits fast 10 000 Menschen ausgebildet.
Meine Erfahrung in der interkulturellen Geschäftsentwicklung führt dazu, dass ich viele Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Führungskräfte in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung begleite. Sie hat mir außerdem einen Sitz als Global Business Adviser am Global Strategic Research Institute in San Francisco eingebracht. Fasziniert vom Potenzial des menschlichen Gehirns und ewig neugierig, war ich Vizepräsident von Mensa Québec und bilde mich seit Jahren in ganz unterschiedlichen Bereichen weiter: angewandte Neurowissenschaften (bei Dr. Mario Beauregard), Design Thinking (MIT), Kryptografie …
Gehen statt laufen
Bis in meine Vierziger war ich sehr sportlich: Basketball, Tennis, Fußball, Marathon und Halbmarathon. Dann zwang mich das Leben, langsamer zu werden und einen ruhigeren Rhythmus zu entdecken, mit dem ich mich noch immer anfreunde. Heute widme ich mich Wanderprojekten. Eines davon führte mich zu meinem 50. Geburtstag zurück nach Japan, auf die alte Tōkaidō-Straße: 750 km zu Fuß in einem Monat. Darüber habe ich einen Blog geführt, der noch immer online ist (auf Französisch): tokaido.ca.